KOLUMNE▪ Founder Psychology

Autor:in: Carina Schulte


Gerade in der Anfangsphase einer Gründung ist die Umstellung enorm. Während du dir im Angestelltenverhältnis keinerlei Gedanken machen musst (das Gehalt kommt am Ende des Monats, Kolleg:innen können deine Arbeit übernehmen), sieht das als Founder ganz anders aus.

Urlaub bedeutet plötzlich nicht nur Kosten für Reise, Unterkunft und Lebenshaltung, sondern auch Opportunitätskosten: Wenn du wirklich frei machen willst und in der Zeit nicht arbeitest, verlierst du sprichwörtlich Geld. Und dann bleibt die Frage: Wer kümmert sich um die liegengebliebenen Aufgaben? Ohne ein Team bist du oft selbst die einzige Lösung.

Die Vorstellung, sich komplett rauszuziehen und "einfach mal zu entspannen", ist für viele Founder kaum vorstellbar – und alles andere als tatsächlich entspannend. Was sollte man also tun, wenn man bemerkt, dass die Energie gerade zu wünschen übrig lässt und man sich den Urlaub so sehnlichst wünscht?

Erholung, die zu dir passt

Hier kommt es ganz darauf an, wie du dich in der aktuellen Situation fühlst und was genau deine Motivation hinter dem Urlaub ist.

Frag dich:

Deine individuelle Erholung

Wichtig ist: Es gibt nicht die eine Lösung und Urlaub muss nicht das klassische Bild von einer Reise sein.

Für Deine Erholung können regelmäßige “Urlaubsinseln” (alle paar Wochen oder Monate) sogar mehr bewirken als eine langfristige Reise. Solange, du deinem Geist und Körper genau das gibst, was sie gerade benötigen.

Vielleicht ist es die Workation, vielleicht ein paar Tage im Tiny House im Wald, oder auch einfach nur der Digital-Detox-Tag in deinem Zuhause. Deine Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten ändern sich mit der Zeit, und das ist vollkommen okay.

Frag Dich einfach:

  1. Benötige ich Ruhe oder Inspiration?
  2. Wie viel Budget habe ich zur Verfügung?
  3. Wie viel Zeit möchte ich mir nehmen?

Und für alle Antworten auf diese Fragen wird sich etwas für Dich finden.