SYSTEMISCH GEFRAGT – MINI-KOLUMNE ZUR SELBSTREFLEXION

Autor:in: Nathalie Starke


Es gibt systemische Fragen, die überraschend einfach klingen und dennoch sofort etwas in uns bewegen. „Was brauche ich?“ ist genau so eine Frage. Sie passt in jede Situation, in jede Emotion, in jede Herausforderung deiner Gründung. Und vielleicht ist sie gerade deshalb eine meiner liebsten Fragen im Coaching.

Wir alle kennen Momente, die uns aufwühlen, verunsichern oder blockieren:

Diese Frage lenkt deinen Blick sofort weg vom Problem hin zu deinem Handlungsspielraum. Sie führt dich aktiv aus der Problemtrance heraus und hinein in eine Haltung, in der du entscheiden und gestalten kannst.

Im systemischen Denken betrachten wir Bedürfnisse als Wegweiser. Sie zeigen dir, was dir fehlt, was dich stärkt und was dich wieder in Balance bringt. Wenn du dich fragst „Was brauche ich?“, richtest du deine Aufmerksamkeit genau dahin, wo Veränderung möglich wird: auf Ressourcen, innere Stabilität und konkrete nächste Schritte.

Nimm dir heute einen Moment Zeit und stelle dir diese Frage ganz bewusst:

Was brauche ich jetzt, in diesem Moment?

Vielleicht ist es Klarheit. Vielleicht Ruhe. Vielleicht Struktur, Unterstützung, Abstand oder Ermutigung. Vielleicht ist es auch ein ganz kleiner Schritt, den du dir bislang nicht erlaubt hast.

Die Frage, die nicht nur dir hilft, sondern auch anderen

Und noch etwas macht diese Frage so wirkungsvoll: **Sie ist nicht nur für dich selbst wertvoll, sondern auch für dein Team, deine Co-Gründer:innen, deine Freund:innen.

Wir geben anderen oft gerne Antworten oder Ratschläge:

„Vielleicht könntest du das probieren…“

„Mach doch einfach…“

Gut gemeint, klar. Aber Ratschläge nehmen Menschen häufig mehr Verantwortung, als dass sie sie stärken.