KOLUMNE▪ Founder Psychology

Autor:in: Carina Schulte


Als Gründer:in durchläuft man nicht nur unterschiedliche Rollen mit dem Lebenszyklus des eigenen Startups, sondern auch die unterschiedlichsten Aufgabenbereiche. Man ist oft die erste Anlaufstelle für sämtliche Probleme – und damit dauerhaft stark belastet. Mit einer immer wiederkehrenden Herausforderung: dem Risiko, dass das eigene "Baby" scheitern könnte.

Dieser dauerhafte Druck wirkt auf den Körper. Weil es sich oft wie echtes Überleben anfühlt, schaltet das Gehirn in den Survival-Modus. Das kann kurzfristig, aber auch dauerhaft passieren. Und führt bei vielen Founder:innen in einen Zustand, den ich den "Founder Freeze" nenne.

Man prokrastiniert Aufgaben, vernachlässigt Self-care. Und je mehr man sich dafür selbst verurteilt, desto akuter wird der Freeze.

Denn Druck auf Druck erzeugt nur eines: noch mehr Stress. Und der blockiert das Gehirn weiter. Die Folge? Noch mehr Prokrastination.

Wenn du dich in so einer Situation wiedererkennst, hier ein 5-Schritte-Plan, der dir helfen kann, sanft wieder in Bewegung zu kommen.

1. Nervensystem beruhigen

Das erste Ziel: raus aus dem Freeze. Und das beginnt paradoxerweise mit einem bewussten Innehalten.

„Nichts tun“ kann heilsam sein – solange es wirklich bedeutet, nicht in den nächsten Reiz zu fliehen. Kein Scrollen auf Instagram oder TikTok. Sondern echte Pause für dein Gehirn. Was helfen kann:

Diese Liste ist nicht abschließend. Finde heraus, was für dich funktioniert. Und hol dir Unterstützung, wenn du merkst, dass du es nicht allein regulieren kannst.

2. Situation evaluieren

Wenn du dich etwas stabilisiert hast, geht es darum, wieder Klarheit zu gewinnen. Und radikal Stressoren zu reduzieren.

Fragen, die dir helfen: