SYSTEMISCH GEFRAGT – MINI-KOLUMNE ZUR SELBSTREFLEXION
Autor:in: Nathalie Starke
Als Gründer*in trägst du viele Hüte: Unternehmer:in, Partner:in, Tochter/Sohn, Freund:in, vielleicht auch Mutter/Vater, Kolleg:in oder Netzwerker:in. Jede dieser Rollen bringt Erwartungen, Stärken, Ressourcen und manchmal auch innere Konflikte mit sich. Oft sind wir uns gar nicht bewusst, wie stark diese Rollen unser Denken und Handeln in der Gründung prägen. Manche Rollen unterstützen dich vielleicht, weil sie dir Mut, Energie oder Struktur geben. Andere können dich blockieren, wenn sie dich zurückhalten, an dir ziehen oder dich in alte Muster drängen.
Wir alle bewegen uns täglich in unterschiedlichen Rollen sowohl beruflich wie privat. **Eine Rolle beschreibt dabei nicht, wer wir sind, sondern wie wir uns in einem bestimmten Kontext verhalten:
als Gründerin, Freundin, Partnerin oder Tochter.
Im systemischen Denken gilt: Wir sind nie nur eine einzelne Rolle, sondern immer ein Zusammenspiel verschiedener Rollen, die sich gegenseitig beeinflussen. Genau darin liegt die Chance - durch Bewusstsein und Reflexion können wir entscheiden, welche Rollen uns stärken und wie wir mit blockierenden Rollen konstruktiv umgehen.
Systemisches Denken lädt dich ein, nicht nur die einzelne Rolle zu betrachten, sondern die Wechselwirkungen zwischen deinen Rollen. Denn du bist nicht Gründer*in oder Vater, sondern beides, in Verbindung mit vielen weiteren Rollen, die alle Einfluss auf dich haben.
Dehalb lade ich dich heute ein: Nimm dir einen Moment Zeit und frage dich:
Notiere dir deine Antworten. Manchmal reicht es schon, die Dynamiken und Rollen sichtbar zu machen, um mehr Klarheit über dich und deine vielen Hüte zu gewinnen. Du wirst feststellen: Schon das Bewusstsein über diese inneren Spannungen kann neue Möglichkeiten öffnen.
Und jetzt dreh die Perspektive um:
Denn oft sind es genau die vermeintlich hinderlichen Rollen, die wenn wir sie annehmen und neu ausrichten, eine wertvolle Ressource werden können.
So kannst du mit dieser Frage arbeiten: